2010
02.07
Hong Kong scheint nachts heller zu sein als am Tage. Neontafeln brennen ihr grelles, blinkendes Licht in die Straßen und die illuminierten Betontürme reflektieren ihre Beleuchtung in den Nachthimmel. Es gibt kaum eine dunkle Straße, und wenn, dann meist nur kleine finstere Gassen, die wie winzige Schatten in der hellen Stadtlandschaft liegen. Alles ist erleuchtet. Die Metropole erstrahlt wie ein künstliches Märchen, ein verwunschenes Traumland – doch es ist nur ein Schleier der für einen Moment von der Realität abzulenken vermag…

Blick vom Hoteldach

Skyline mit abendlicher Lichtshow

Höchstes Gebäude auf Hong Kong Island: Two International Finance Centre

Schönster Wolkenkratzer der Stadt: Bank of China
2010
02.05
Kategorie:
Reise /
Tags: keine Tags /
Ich habe alles gesehen. Zumindest alles was hier in Hong Kong feil geboten wird, ob auf einfachen Märkten oder in stylischen Designerboutiquen. Für alles gibt es einen Markt – im wörtlichen Sinne. Es gibt einen Fischmarkt, einen Vogelmarkt, einen Blumenmarkt, usw.
Heute ging es vorbei an Stempelschnitzern, die ihr beeindruckendes Handwerk zur Schau stellen, und an Künstler oder Touristen verkaufen. Nebenbei machen sie auch Visitenkarten.

Verkaufsstand eines Stempelschnitzers
In der nächsten Straße gab es ein Überangebot an Vogelnestern, getrockneten Seegurken, anderen Wiederlichkeiten und kulinarischen Abnormitäten.

Einer der vielen Läden die Vogelnester verkaufen

Hier werden leckere Seegurken verkauft
Lieber bei “Das Gute” Mittagessen mitnehmen, bevor der Appetit vergeht: Knoblauchbrot mit Algen, Eiertost und zum Nachtisch gedämpftes Brot mit Peanutbutter und Schokolade.
Die Bank of China lässt Besucher in den 43. Stock zum Hinausgucken. Ist aber wenig spektakulär und die Fenster könnten auch mal wieder geputzt werden.
Nachmittags ging es wieder nach Sha Tin ins Hong Kong Heritage Museum. Beeindruckende asiatische Kunst der vergangenen Jahrhunderte und des Buddhismus. Auch eine Sonderausstellung zeigenössischer Grafikkünstler war vertreten.

Sha Tin

Traditionelle chinesische Kunst

Grafikkunst
Zum Tagesabschluss auf den Nachtmarkt in Kowloon. Ein Gewirr aus Schnäppchenjägern und Produktpiraten. Feilschen um Souveniers.
2010
02.03
Kategorie:
Reise /
Tags: keine Tags /
Da ich mir gestern noch den Fuß verstaucht habe und die Schmerzen auch heute noch anhielten sind wir kurz ins Krankenhaus, um sicher zu gehen, dass es nichts ernstes ist. Mal ein etwas anderes touristisches Erlebnis:
Nach dem Durchschreiten des Eingangs wird man gebeten seine Hände zu desinfizieren und kann sich auch optional einen Mundschutz umschnallen. Gemacht. Könnte man jetzt Chinesisch würde man vielleicht das organisatorische Talent der Hongkongnesen verstehen, aber ohne verhergehende Krankenhauserfahrungen in Hong Kong, ist dies unmöglich. Nachdem ich dann aber schließlich erfolgreich 300$ bezahlt hatte, wurde ich zu Schwestern geschickt, zwecks Puls- und Blutdruckmessung. “MY FOOT HURTS!”, protestierte ich – schien aber niemanden zu interessieren. Dann wurde ich im Minutentakt herumgeschickt von Warteplatz zu Warteplatz.
Schließlich warf ein kleiner Arzt mit gelb-rundem Gesicht einen kurzen Blick auf meinen Fuß und ein paar Minuten small-talk später war ich auch schon wieder im Wartebereich. Bis ich endlich, der totalen Verwirrung nahe, eine Packung Schmerztabletten und 13$ Wechselgeld überreicht bekam.
“Twice per day”, empfahl mir der indische Überreicher der Medikamente und fuhr fort: “with foot”. “Yes…for my foot”, entgegnete ich leicht irritiert. “NO, with foot”, wiederholte er. Er sah mir die Verzweiflung an und schrieb auf die Packung: “with food”.
Den Tag hab ich mich dann hinkend, wie Dr. House, durch die Stadt geschleppt und auf gemütlichen Bootstouren meinem Fuß eine Pause gegönnt. Interessant war die Insel Peng Chau, die völlig ohne Autos existieren kann. Kein wunder, dass man hier fast nur Renter sieht…

Knuffig, oder? Möchte man am liebsten gleich adoptieren - passen sicher ins Handgepäck!

Peng Chen - Fahrräder sind hier das einzige Fortbewegungsmittel mit Rädern

Kleine Sammlung von Dingen der letzten Tage, inkl. der Medikamente und Arztrechnung
2010
02.02
Da wo ich herkomme und auch da wo ich zurzeit lebe hat das Brathähnchen eine lange Tradition und wird von der Arbeiterklasse wie auch von Gutverdienern gleichermaßen verehrt. Die Asiaten hingegen lieben es ihr Hühnchen zu dämpfen bis es die Gelbsucht bekommt. Trotz der ungewöhnlichen Leberschadenfarbe schmeckt es erstaunlicherweise doch sehr aromatisch und lecker, was aber nicht die Tatsache ändert, dass sich Brathähnchen zu Gelbhuhn verhält wie Germany’s Next Top Model zu Angela Merkel.

Gelbhuhn von der Stange
Fundstück des Sonntags bleibt aber immer noch die Hello-Kitty-Suppe mit kleinen süßen Katzenköpfen, deren Konsitenz und nicht vorhandener Geschmack keine Rückschlüsse auf den Rohstoff, aus dem sie gemacht sind, zulassen.

Hello-Kitty-Süppchen