2010
01.30

Während sich am Flughafen alles normal verhält – wie wohl an jedem größeren Flughafen der Welt – erliegt man sofort nach dem Verlassen den ersten Eindrücken der Metropole und ihren gewaltigen Dimensionen.
Die Lichter der Wohntürme scheinen in der Dunkelheit des Nachthimmels zu schweben, wie statische Irrlichter in streng geometrischer Formation. Gespenstische Gerippe aus Stahl erheben sich über lichtüberschwemmte, industrielle Spielplätze aus Beton. Dicht auf dicht stehen die Wohn- und Bürotürme, so dass jegliche Intimität verloren geht im gedrängten Durcheinander der gigantischen Metropole.
Das künstliche, farbenfrohe Leuchten der Werbetafeln und Stadtlichter lässt die Umgebung beinahe surreal erscheinen. Hier, in den Straßenschluchten, mischen sich alle vorstellbaren Farben und klettern an den Fassaden der Gebäude hinauf, bis sie sich schließlich in der Dunkelheit verlieren.

Die Größe dieser Stadt wird einem auch schnell bewusst wenn man in den U-Bahn-Systemen Hong Kongs herumirrt. Endlose Korridore, Horden von Menschen und nichtssagende Schriftzeichen. Desorientiert folgt man dem Strom um dann mit dem Reisekoffer in den Drehkreuzen Stecken zu bleiben. Man zwängt sich endlich in die nächste überfüllte Bahn und versteht nur Chinesisch. Hier habe ich ja die Münchener Lokführer vermisst, die auf grimmigem Bayrisch den Leuten über Lautsprecher zu verstehen geben, dass die U-Bahn jetzt voll ist.

Eine Kleinigkeit zu Essen aufzutreiben gestaltet sich unter Umständen nicht so einfach wie man denkt, vorallem wenn es für Mirko auch noch vegetarisch oder fischig sein muss. Aufgrund mangelder Englischkentnisse der Imbissbetreiber sind wir letztendlich frustriert bei McDonalds gelandet. Ein Menü für unter 2,50€ – wenigstens ist es günstig, so dachte ich. Aber zur Überraschung hat sich der asiatische “Grilled Chicken Burger” als kulinarisches Highlight herausgestellt. Das fleisch war saftig und mit typischen asiatischen Gewürzen mariniert. MacDonals ist in Asien im Vergleich zu Deutschland wirklich genießbar, auch wenn man hier ebenfalls nicht immer das bekommt was man bestellt hat.

1 Kommentar

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  1. Das hast du sehr schön beschrieben – vielleicht kannst du mich ja tatsächlich auch mal zu 10 Tagen Hongkong überreden, nein, von der Notwendigkeit überzeugen …

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